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<title>Musikvideo</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Musikvideo</span></h1>
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<p>Ein <b>Musikvideo</b> ist ein <a href="Kurzfilm" title="Kurzfilm">Kurzfilm</a>, der ein Musikstück eines zeitgenössischen Künstlers filmisch umsetzt, meist mit dem Zweck, einen Auftritt des Künstlers im Fernsehen zu ersetzen, entweder 1:1 oder in anspruchsvollerer Form.
</p><p>Bereits in den 1950er Jahren waren <a href="Live%C3%BCbertragung" title="Liveübertragung">Live</a>-Auftritte von Künstlern im jungen Medium Fernsehen zwar gefragt, aber auch ungern gesehen, wenn dabei Rock'n'Roller die Grenzen der "guten Sitten" oder auch nur die Sendezeit überschritten. Mit zuvor angefertigten Aufzeichnungen ließen sich derartige Risiken umgehen. Spätestens mit der <a href="Beatlemania" title="Beatlemania">Beatlemania</a> ab 1963 konnten gefragte Künstler, insbesondere in der kurzen Zeit, in der eine Single hitverdächtig war, nicht zeitnah auf mehreren Kontinenten präsent sein, um ein Lied in TV-Sendungen live „vorzuspielen“. Zudem mussten bei echtem Live-Spiel oft Kompromisse bei der Klangqualität eingegangen werden, oder es kam lediglich Voll-<a href="Playback" title="Playback">Playback</a> zum Einsatz und die Band täuschte Gesang und Spiel synchron hierzu vor. Dies wiederum konnte weder Künstler noch Publikum wirklich gefallen: wenn etwa die E-Gitarre erkennbar nicht mit einem Verstärker verkabelt war. Stattdessen wurde also ein Auftritt "abgefilmt" und den Sendern als Konserve zur Verfügung gestellt.
</p><p>Waren genug Zeit und Budget vorhanden, wurde der filmische Aufwand sogar noch erhöht: z. B. „spielte“ man im Freien oder die Musikinstrumente blieben "unsichtbar". Daraus entwickelte sich eine Kunstform, bei der die Bildsprache teils mehr Eindruck hinterlässt als die Musik.
</p><p>Die Filmindustrie verwendete aktuelle Musikstücke, um damit ihre Produktionen zu untermalen, wie z. B. 1968 bei <a href="Easy_Rider" title="Easy Rider">Easy Rider</a>. Die aus diesem Film ausgekoppelten Musikszenen erreichten höhere Bekanntheitsgrade als die von den Bands gefertigten Musikvideos. Manche Künstler lehnten jedoch Single-Auskopplungen und die zugehörigen Videos ab: so etwa <a href="Led_Zeppelin" title="Led Zeppelin">Led Zeppelin</a>, die nur auf Alben und Konzerttourneen setzten.
</p><p>Musikvideos werden zumeist von einer <a href="Plattenfirma" class="mw-redirect" title="Plattenfirma">Plattenfirma</a> zur Verkaufsförderung für dieses Stück in Auftrag gegeben, von einer auf Musikvideos spezialisierten <a href="Filmproduktionsgesellschaft" title="Filmproduktionsgesellschaft">Filmproduktionsgesellschaft</a> konzipiert und hergestellt und sollen im <a href="Musikfernsehsender" title="Musikfernsehsender">Musikfernsehen</a> oder in <a href="Streamingportal" title="Streamingportal">Streaming-Portalen</a> zu sehen sein. Meist dauern sie genau so lang wie das Stück und nutzen dieses als einzige Tonquelle. Ein Bestandteil der meisten Musikvideos ist die Inszenierung des Künstlers, zumeist bei der Darbietung des Stücks. Gibt es im Lied keinen Gesang, treten die Künstler dennoch oft persönlich in Erscheinung. Dies verweist auf das Interesse der auftraggebenden Plattenfirma an einer Steigerung des Bekanntheitsgrades ihrer Künstler. Filmhistorisch betrachtet verbindet es die Musikvideos mit der Tradition des Opern-, Theater- und <a href="Konzertfilm" title="Konzertfilm">Konzertfilms</a> und der Konzertaufzeichnung. Zum Teil werden Musikvideos als Gesamtkunstwerke geschaffen, bei denen die Bilder ein vollwertiger Teil des Werkes sind, ähnlich wie bei den traditionellen Kunstformen <a href="Oper" title="Oper">Oper</a>, <a href="Operette" title="Operette">Operette</a> oder <a href="Musical" title="Musical">Musical</a>, bei denen Musik und Darstellung gleichwertig zusammengehören.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anfänge"><span id="Anf.C3.A4nge"></span>Anfänge</h2></div>
<p>Die Anfänge des Musikvideos reichen bis ins Jahr 1890 zurück. Bereits damals warteten amerikanische Theatersäle mit illustrierten Liedern, den sogenannten <i>Sound Slides</i>, auf, die sich größter Beliebtheit erfreuten. Dafür wurden von Hand kolorierte Bilder auf Glasplatten gedruckt und an eine Leinwand projiziert, während Sänger live dazu auf der Bühne agierten. Sound Slides waren seinerzeit ein probates Mittel der Musikindustrie zur Vermarktung von Liedgut.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Erste_Hälfte_des_20._Jahrhunderts"><span id="Erste_H.C3.A4lfte_des_20._Jahrhunderts"></span>Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts</h2></div>
<p>1900 wurde auf der <a href="Weltausstellung_Paris_1900" title="Weltausstellung Paris 1900">Pariser Weltausstellung</a> mit einer Kombination aus Ton, Film und Theater durch die Firma <a href="Phono-Cin%C3%A9ma-Th%C3%A9%C3%A2tre" title="Phono-Cinéma-Théâtre">Phono-Cinéma-Théâtre</a> experimentiert und unter einer Vielzahl von Filmen auch <a href="Cyrano_von_Bergerac_(1900)" title="Cyrano von Bergerac (1900)">Cyrano von Bergerac</a> präsentiert.
</p><p>1906 wurde das <a href="Chronophon" class="mw-redirect" title="Chronophon">Chronophon</a> erfunden, das erste System zur Bild-Ton-Synchronisation für Filme mittels einer Walze und später mittels einer Platte.
</p><p>Mit der Erfindung des <a href="Vitaphon" title="Vitaphon">Vitaphon</a> 1926 war es erstmals möglich, Bild und Ton simultan aufzuzeichnen.
</p><p>Als Meister des Trickfilms und der Animationen entwarf <a href="George_Pal" title="George Pal">George Pals</a> 1938 in Kooperation mit „Ambrose & his Orchestra“ für die damalige Technik erstaunlich moderne Werbefilme, die ebenfalls als frühe Versionen von Musikvideos gelten können.
</p><p>In den Jahren 1941 bis 1947 entstanden in den USA zahlreiche so genannte <i><a href="Soundies" title="Soundies">Soundies</a></i>, welche vielfach als die ersten Music Video Clips angesehen werden. Soundies sind kurze, von Musik unterlegte Filme, die in Restaurants und Bars mit Hilfe von zwei Tonnen schweren Maschinen, den sogenannten <i>Panorams</i>, nach Geldeinwurf angesehen werden konnten. Die musikalische Unterlegung war abwechslungsreich und reichte von irischer Folklore über Country Music bis hin zu Jazz (z. B. <a href="Duke_Ellington" title="Duke Ellington">Duke Ellington</a>). Im Mittelpunkt der Filmsequenzen standen vor allem die Musikaufführungen, später auch (amüsante) Filmszenen oder Abschnitte mit patriotischen Aussagen. Soundies sind somit als Beispiele für frühe narrative Music Video Clips anzusehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Musikfilme_nach_dem_Zweiten_Weltkrieg">Musikfilme nach dem Zweiten Weltkrieg</h2></div>
<p>Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich Ende der 1950er Jahre in Frankreich, als dort Jukebox-artige Geräte in Cafés und Bars aufgestellt wurden. Die sog. <a href="Scopitone" title="Scopitone">Scopitones</a>,<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> als Weiterentwicklung der früheren <i>Soundies</i>-Technologie, waren in der Lage, Musik und Bild abzuspielen und erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Technik fand daraufhin auch in anderen Ländern Verbreitung, u. a. in Italien unter dem Namen <i>Cinebox</i>, und wiederum in den USA als <i>Color-Sonic</i>.
</p><p>In den <a href="1960er" title="1960er">1960er</a>-Jahren kam es vermehrt zu Auftritten von Schlagerstars im Fernsehen. Das <a href="Radio" title="Radio">Radio</a> war aber in den meisten Haushalten immer noch das vorherrschende Medium.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung_des_„klassischen“_Musikvideos"><span id="Entstehung_des_.E2.80.9Eklassischen.E2.80.9C_Musikvideos"></span>Entstehung des „klassischen“ Musikvideos</h2></div>
<p>Da keine eindeutige Trennung zwischen kurzen, trailerartigen Werbevideos, mitgeschnittenen Live-Auftritten und expliziten Musikvideos existiert, ist die Definition, welches das „erste“ Musikvideo im klassischen Verständnis war, schwierig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pioniere">Pioniere</h3></div>
<p>Bereits 1960 drehten <a href="The_Shadows" title="The Shadows">The Shadows</a> für ihren Instrumental-Hit <a href="Apache_(Musikst%C3%BCck)" title="Apache (Musikstück)"><i>Apache</i></a> ein Schwarz-Weiß-Video<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, bei dem synchronem Spiel zumindest beim Bildschnitt wenig Priorität gegeben wurde. Stattdessen wurden leichte Verfremdungen, wie ein Tirolerhut auf dem Kopf von <a href="Bruce_Welch" title="Bruce Welch">Bruce Welch</a> sowie Großaufnahmen der Saiteninstrumente der amerikanischen Firma <a href="Fender_(Musikinstrumente)" title="Fender (Musikinstrumente)">Fender</a>, eingearbeitet. Bassist <a href="Jet_Harris" title="Jet Harris">Jet Harris</a> rauchte in seinen Spielpausen und klemmte vor seinen Einsätzen die Zigarette wieder unter die P-Bass-Saiten. <a href="Hank_Marvin" title="Hank Marvin">Hank Marvin</a> führte an der Stratocaster-Gitarre seine Spieltechnik vor, u. a. Vibrato mit Hilfe des sogenannten Tremolohebels, was mittels zwischengeschaltetem Echo-Gerät zu bislang unbekannten Klängen führte.
</p><p>Die ersten Musikfilme mit einer künstlerischen <a href="Sch%C3%B6pfungsh%C3%B6he" title="Schöpfungshöhe">Schöpfungshöhe</a> sind eng verzahnt mit dem Aufstieg der experimentellen Musik-, Medien- und Kunstströmungen der 1960er Jahre.
1965 drehte die Sängerin <a href="Nico_(S%C3%A4ngerin)" title="Nico (Sängerin)">Nico</a> für ihre Single <i>I'm not sayin'</i> einen musikalischen Kurzfilm in schwarzweiß, der sie singend auf den Straßen Londons und am Themse-Ufer zeigt.
Weitere Kandidaten sind der Promo-Film zu <i>I Got You Babe</i> von <a href="Sonny_and_Cher" title="Sonny and Cher">Sonny & Cher</a> sowie <i><a href="Subterranean_Homesick_Blues_(Lied)" title="Subterranean Homesick Blues (Lied)">Subterranean Homesick Blues</a></i> von <a href="Bob_Dylan" title="Bob Dylan">Bob Dylan</a> aus dem Jahr 1965.
Die <a href="The_Beatles" title="The Beatles">Beatles</a> drehten 1966/67 Kurzfilme zu ihren Stücken <i><a href="Paperback_Writer" title="Paperback Writer">Paperback Writer</a></i>, <i><a href="Rain_(The-Beatles-Lied)" title="Rain (The-Beatles-Lied)">Rain</a></i>, <i><a href="Strawberry_Fields_Forever" title="Strawberry Fields Forever">Strawberry Fields Forever</a></i> und <i><a href="Penny_Lane" title="Penny Lane">Penny Lane</a></i>, bei denen die Darstellung der Musiker an ihren Instrumenten einem schauspielerischen Inhalt gewichen war. Ein weiterer musikalischer Kurzfilm, der aus heutiger Sicht als Musikvideo im klassischen Verständnis eingeschätzt werden würde, ist <i>Evening of light</i>, wieder von Nico, der zusammen mit <a href="Iggy_Pop" title="Iggy Pop">Iggy Pop</a> und <a href="The_Stooges" title="The Stooges">The Stooges</a> 1969 unter der Regie des Medienkünstlers François De Menil entstand.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch in Deutschland wurden Musikvideos gedreht: Als die Debüt-Single <i>Moscow</i> Mitte 1968 erfolgreich wurde, drehte die Hamburger Band <a href="Wonderland_(Band)" title="Wonderland (Band)"><i>Wonderland</i></a> auf dem Gehweg vor der russisch-orthodoxen Kirche <a href="Kirche_des_heiligen_Prokop_(Hamburg)" title="Kirche des heiligen Prokop (Hamburg)">St. Prokop</a> ein zum Lied-Sujet passendes Musikvideo<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und nutzte deren malerische <a href="Zwiebelturm#Zwiebelhauben_auf_russischen_Kirchen_in_Westeuropa" title="Zwiebelturm">Zwiebeltürme</a> als Hintergrund für Fotos.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufstieg_als_musikalisches_Werbemedium">Aufstieg als musikalisches Werbemedium</h3></div>
<p>Oft wird das Promotion-Video zu <i><a href="Bohemian_Rhapsody" title="Bohemian Rhapsody">Bohemian Rhapsody</a></i> von <a href="Queen_(Band)" title="Queen (Band)">Queen</a>, das am 10. November 1975 während 4 Stunden hergestellt und in 5 weiteren Stunden zusammengestellt wurde, als „erstes“ Musikvideo bezeichnet. Dabei wurden charakteristische Techniken angewandt, wie zum Beispiel die Heroisierung der Musiker, unterschiedliche Schnittfrequenzen für bestimmte Formabschnitte des Stückes sowie Ein- und Ausblendetechniken. Entsprechende Merkmale weist auch ein Promo-Film auf, mit dem die <a href="The_Kinks" title="The Kinks">Kinks</a> bereits 1966 ihr Lied <i>Dead End Street</i> vorstellten. Auch hier wurden nicht, wie zuvor üblich, die Musiker beim Bedienen ihrer Instrumente gezeigt, sondern der Inhalt des Textes wurde inszeniert. In der Fachwelt gilt das Musikvideo zu Queens <a href="Millionenseller" class="mw-redirect" title="Millionenseller">Millionenseller</a> <i>Bohemian Rhapsody</i> als das erste Popvideo, das den Erfolg einer Single begleitete.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es wird als Beginn der Ära der Musikvideos eingestuft.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch die schwedische Popgruppe <a href="ABBA" title="ABBA">ABBA</a> hatte 1974 im Zuge ihres internationalen Durchbruchs damit begonnen, Musikvideos für ihre Singleauskopplungen zu drehen. Sie sollten vor allem in Ländern außerhalb Europas für die Musik der Band werben, die für kurze Promotion-Touren zu weit entfernt waren.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Besonderen trug das Musikvideo von <i><a href="Mamma_Mia_(Lied)" title="Mamma Mia (Lied)">Mamma Mia</a></i> dazu bei, dass 1975 in Australien und Neuseeland eine beispiellose <a href="Abbamania" title="Abbamania">Begeisterung für ABBA</a> ausgelöst wurde, die über Jahre anhielt und die Gruppe dort zu einer <a href="Kult_(Status)" class="mw-redirect" title="Kult (Status)">Kultband</a> machte.
</p><p>Von Ende der <a href="1970er" title="1970er">1970er</a>-Jahre bis Mitte der <a href="1980er" title="1980er">1980er</a>-Jahre setzte eine kreative Blütezeit des Musikvideos ein. Immer mehr Bands und Künstler brachten parallel zu ihren Veröffentlichungen Musikvideos heraus, teils mit ausgefeilten Konzepten. Neue Musikrichtungen wie <a href="Punk_(Musik)" title="Punk (Musik)">Punk</a>, <a href="New_Wave" title="New Wave">New Wave</a> und <a href="Elektropop" class="mw-redirect" title="Elektropop">Elektropop</a> entstanden. Mit Hilfe der Music Video Clips versuchten die Musikproduzenten, dem stagnierenden Plattenverkauf entgegenzuwirken. 1979 veröffentlichte <a href="Cher" title="Cher">Cher</a> ihre Single <i>Hell on Wheels</i> – das Video zu der Single war das erste moderne Video in der Geschichte, das im <a href="MTV" title="MTV">MTV</a>-Stil produziert wurde, bevor es MTV überhaupt gab.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein Meilenstein ist hier das <a href="Thriller_(Musikvideo)" title="Thriller (Musikvideo)">Video</a> zu <i><a href="Thriller_(Lied)" title="Thriller (Lied)">Thriller</a></i> von <a href="Michael_Jackson" title="Michael Jackson">Michael Jackson</a> (1983), welches umfangreiche <a href="Spezialeffekt" title="Spezialeffekt">Spezialeffekte</a> einsetzte und in der ungeschnittenen Originalversion eine Spielzeit von 15 Minuten aufwies.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ebenfalls erwähnenswert ist das martialisch angehauchte Video zu <i><a href="The_Wild_Boys" title="The Wild Boys">The Wild Boys</a></i> von <a href="Duran_Duran" title="Duran Duran">Duran Duran</a> (1984) mit für die damalige Zeit aufsehenerregenden Produktionskosten von über einer Million US-Dollar sowie das Musikvideo der norwegischen Band <a href="A-ha" title="A-ha">a-ha</a> zu <i><a href="Take_On_Me#Musikvideo" title="Take On Me">Take On Me</a></i> aus dem Jahr 1985.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fernsehformate_der_1980er_Jahre">Fernsehformate der 1980er Jahre</h3></div>
<p>Die Bedeutung der Musikvideos nahm in den 1980er Jahren durch reine Musikfernsehsender wie <a href="MTV" title="MTV">MTV</a> stark zu. Zum US-Sendestart des Senders MTV wurde als allererstes Musikvideo der Titel <i><a href="Video_Killed_the_Radio_Star" title="Video Killed the Radio Star">Video Killed the Radio Star</a></i> des <a href="Trevor_Horn" title="Trevor Horn">Trevor-Horn</a>-Projektes <i><a href="The_Buggles" title="The Buggles">The Buggles</a></i> eingesetzt: Ein deutlicher programmatischer Hinweis des Senders darauf, dass die Ära der Musikvermarktung ohne Video zu Grabe getragen werden sollte.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unumstrittene Stars dieses ersten Siegeszuges des Musikfernsehens waren vor allem <a href="Madonna_(K%C3%BCnstlerin)" title="Madonna (Künstlerin)">Madonna</a> und Michael Jackson, der mit dem Videoclip zu <i>Thriller</i> nicht nur den Gipfel seines Ruhmes erreichte, sondern auch das junge Genre <i>Videoclip</i> entscheidend prägte. Das Musikvideo wurde zum Garant für einen Platz in den amerikanischen <a href="Musik-Charts" class="mw-redirect" title="Musik-Charts">Musik-Charts</a>.
</p><p>Inhaltlich spiegelt das Medium Musikvideo die volle Bandbreite der Populärkultur wider, von Konsumverherrlichung bis zu gegenkulturellen Strömungen. Die Hip-Hop-Kultur nutzte Musikvideos als politisches Sprachrohr und prangerte soziale Missstände an. So war etwa die Formation <a href="Run-D.M.C." title="Run-D.M.C.">Run-D.M.C.</a> als das <i>schwarze CNN</i> bekannt.
</p><p>1987 ging <a href="MTV_Europe" title="MTV Europe">MTV Europe</a> auf Sendung. Dessen erstes Musikvideo war am 1. August 1987 das Video zum Lied <i><a href="Money_for_Nothing_(Lied)" title="Money for Nothing (Lied)">Money for Nothing</a></i> der britischen Rockgruppe <a href="Dire_Straits" title="Dire Straits">Dire Straits</a>. Im selben Jahr fanden die ersten <a href="MTV_Video_Music_Awards" title="MTV Video Music Awards">MTV Video Music Awards</a>, kurz VMAs, statt. Ein MTV-Musikvideo konnte in Europa nun bis zu 340 Millionen Haushalte erreichen.
</p><p>Bis Mitte der 1980er-Jahre führten reine Musikvideo-Formate in Deutschland eher ein Nischendasein. Seit 1983 sendete die <a href="ARD" title="ARD">ARD</a> wöchentlich <i><a href="Formel_Eins_(Fernsehsendung)" title="Formel Eins (Fernsehsendung)">Formel Eins</a></i>, die erste weitgehend videoclipbasierte Musiksendung im deutschen Fernsehen. 1984 ging der deutschsprachige Musik-Fernsehsender <a href="Musicbox" title="Musicbox">Musicbox</a> auf Sendung; er war jedoch fast nur über <a href="Kabelfernsehen" title="Kabelfernsehen">Kabel</a> und <a href="Satellitenfernsehen" class="mw-redirect" title="Satellitenfernsehen">Satellit</a> erreichbar, was damals einen vergleichsweise sehr geringen Verbreitungsgrad bedeutete. Von 1982 bis 1988 sendete das <a href="ZDF" title="ZDF">ZDF</a> <i><a href="Ronny%E2%80%99s_Pop_Show" title="Ronny’s Pop Show">Ronny’s Pop Show</a>,</i> die von einem von <a href="Otto_Waalkes" title="Otto Waalkes">Otto Waalkes</a> synchronisierten Schimpansen moderiert wurde.
</p><p>Mit dem Aufgehen von Musicbox in <a href="Tele_5" title="Tele 5">Tele 5</a> im Jahr 1988 und dem Ende von <i>Formel Eins</i> (1990) sank die Präsenz von Videoclip-Formaten und -Sendern in Deutschland, auch wenn insbesondere Tele 5 in seiner Anfangszeit einen sehr großen Anteil an Clip-Shows im Programm hatte und wachsende Marktanteile verzeichnete. Damalige Strömungen in der Musikkultur führten zudem zu einer ersten großen Krise des Videoclips. Das kreative Potenzial des Mediums schien zunächst ausgeschöpft, und die Plattenlabels strichen ihre Etats für aufwendige Produktionen weitgehend zusammen. Mit großem Aufwand realisierte Videoclips wurden seltener. Tele 5 reagierte seinerseits auf diese Strömungen mit einem deutlichen Zurückfahren des Anteils von Videoclip-Sendungen.
</p><p>Eines der wenigen Gegenbeispiele zu dieser Entwicklung waren die von Jim Blashfield mit großem Aufwand und Liebe zum Detail inszenierten Videoclips in <a href="Stop-Motion" title="Stop-Motion">Stop-Motion</a>-Technik zu dem Michael Jackson-Song <i><a href="Leave_Me_Alone" title="Leave Me Alone">Leave Me Alone</a></i> und der Single <i><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sowing_the_Seeds_of_Love" class="extiw external" title="en:Sowing the Seeds of Love">Sowing the Seeds of Love</a></i> von <a href="Tears_for_Fears" title="Tears for Fears">Tears for Fears</a>.
</p><p>Symptomatisch für diese Zeit sind jedoch eher preisgünstige Videoclip-Produktionen, unter anderem in Frontal-Perspektive (<a href="Playback" title="Playback">Playback</a> vor fest stehender <a href="Videokamera" title="Videokamera">Videokamera</a>) und <a href="Bluescreen-Technik" class="mw-redirect" title="Bluescreen-Technik">Blue-Box</a>-Technik, wie zum Beispiel der Clip zu <i><a href="I%E2%80%99ve_Been_Thinking_About_You" title="I’ve Been Thinking About You">I’ve Been Thinking About You</a></i> von <a href="Londonbeat" title="Londonbeat">Londonbeat</a>. Zu erwähnen ist hier auch <a href="George_Michael" title="George Michael">George Michael</a>; ebenfalls von der Krise des Videoclips überzeugt, lehnte er es gar eine Zeit lang ab, selbst in seinen Videoclips zu erscheinen oder eine zentrale Rolle einzunehmen, wie bei <i><a href="Praying_for_Time" title="Praying for Time">Praying for Time</a></i> (1990) oder <i><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Too_Funky" class="extiw external" title="en:Too Funky">Too Funky</a></i> (1992).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="1990er_Jahre">1990er Jahre</h3></div>
<p>Eine Renaissance erlebte der Videoclip zu Beginn der 1990er Jahre. In Deutschland erzielte MTV Europe wachsende Verbreitung, und ab Ende 1993 ging <a href="VIVA" class="mw-redirect" title="VIVA">VIVA</a> als neuer deutschsprachiger Videoclip-Kanal auf Sendung. Diese Sender konnten jedoch nur per Kabel oder Satellit empfangen werden. Das <a href="WDR_Fernsehen" title="WDR Fernsehen">WDR Fernsehen</a> startete zu dieser Zeit die Sendung <a href="Hit_Clip" title="Hit Clip">Hit Clip</a>, die zur letzten deutschen reinen Musikvideo-Sendung außerhalb des Musikfernsehens werden sollte.
Das trug in Deutschland wesentlich zum Entstehen einer ausgedehnten nationalen Videoclip-Szene bei, da sowohl VIVA als auch die Sendung <i>Hit Clip</i> zur Profilierung gegenüber dem Konkurrenten MTV neben internationalen Clips gezielt lokale Künstler unterstützten. <i>Hit Clip</i> zeigte sich in dieser Hinsicht noch vielseitiger als VIVA und streute sogar Schlagerstars wie <a href="Guildo_Horn" title="Guildo Horn">Guildo Horn</a> ins Programm ein.
</p><p>Als neue Musikrichtungen entstanden unter anderem <a href="Grunge" title="Grunge">Grunge</a>, <a href="Techno" title="Techno">Techno</a> und <a href="House" title="House">House</a>. Um der wachsenden Distanz zwischen Stars und Fans entgegenzuwirken, entwickelte MTV das Format <a href="MTV_Unplugged" title="MTV Unplugged">MTV Unplugged</a>, in dem die Musiker in einer Art Wohnzimmeratmosphäre vor wenigen Zuschauern und nur mit akustischen Instrumenten auftreten.
</p><p>Im Gegensatz zur klassischen Popästhetik der 1980er war der Videoclip nun perfekt durchdacht und inszeniert. Produktionen wurden wieder aufwändiger; mitunter wurden Techniken und Effekte eingesetzt, die zuvor nur <a href="Hollywood" title="Hollywood">Hollywood</a>-Filmen vorbehalten waren. Insbesondere die digitale Revolution in der <a href="Bildbearbeitung" title="Bildbearbeitung">Bild-</a> und <a href="Videobearbeitung" title="Videobearbeitung">Videobearbeitung</a> ab Anfang der 90er Jahre hat hier bleibende Akzente gesetzt. Ein frühes aufsehenerregendes Beispiel dieser Zeit ist der Clip zu <i><a href="Black_or_White" title="Black or White">Black or White</a></i> von Michael Jackson (1991), insbesondere wegen des Einsatzes von <a href="Morphing" title="Morphing">Morphing</a>-Sequenzen. Die visuelle Qualität vieler Produktionen dieser Zeit steht kommerziellen Hollywood-Filmen in nichts nach.
</p><p>Mit Hilfe professioneller Videomixsoftware konnten die Musiker ihre Videos nunmehr selbst erstellen. Ein frühes Beispiel hierfür ist das 1998 von <a href="Coldcut" title="Coldcut">Coldcut</a> & Hexstatic mit Hilfe ihrer Software VJamm produzierte <i><a href="Timber_(Musikst%C3%BCck)" title="Timber (Musikstück)">Timber</a></i>, dessen Video mehrfach <a href="Remix_(Musik)" class="mw-redirect" title="Remix (Musik)">geremixt</a> wurde und damit als erstes Musikvideo ins <a href="Guinness-Buch_der_Rekorde" class="mw-redirect" title="Guinness-Buch der Rekorde">Guinness-Buch der Rekorde</a> kam.
</p><p>In den 1990er Jahren hat sich in Deutschland nach der Etablierung von VIVA und der neuen lokalen Strategieausrichtung von MTV ein effektives Marketingprozedere etabliert, bei dem Musikvideos überragende Bedeutung für den Verkauf von Singles sowie für Imageaufbau und Vermarktung eines Künstlers oder Acts insgesamt erhielten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="2000er_Jahre_bis_heute">2000er Jahre bis heute</h3></div>
<p>Die kommerzielle Krise der Musikindustrie führte in Deutschland seit 2002 zum massiven Rückgang der Musikvideobudgets. Musikvideos werden seither mit deutlich weniger Aufwand produziert. Überwiegend werden sie inzwischen auf <a href="High_Definition_Video" title="High Definition Video">HD-Video</a> aufgenommen, was gegenüber der traditionellen Aufnahme auf (zumeist 16-mm-) Film einen großen Kostenvorteil bringt.
</p><p>In der Krise gingen die Single-Verkäufe massiv zurück und rechtfertigten immer seltener die an den Refinanzierungsmöglichkeiten gemessen hohen Kosten einer Musikvideoproduktion. Deshalb waren die Musikvideobudgets deutlich gesunken. Bei den Musiksendern sank der Anteil an Musikvideos kontinuierlich. Insgesamt macht dieses Zusammenspiel den Eindruck einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale: Rückgängige Single-Verkäufe lassen die Musikvideobudgets sinken. Weniger und unattraktivere Videos ergeben ein unattraktiveres Programm für die Musiksender. Ein unattraktives Programm wird weniger gesehen und führt zu weniger Single-Abverkäufen. Dies wiederum demotiviert die Labels, für dieses an Attraktivität verlierende Umfeld kostenloses Programm zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Abwärtsspirale ist auch die Szene der lokalen Musikvideo-Produzenten praktisch verschwunden. Nur wenige der ehemals etwa fünfzehn eigenständigen Musikvideoproduktionsfirmen haben diesen Umsatzeinbruch überstanden.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Musikfernsehen hat sich in dieser Zeit ebenfalls so massiv verändert, dass man es kaum noch zu Recht Musikfernsehen nennen kann: Der Programmanteil an Musik ist kontinuierlich gesunken, Spartenkanäle wie <a href="VIVA_Zwei" title="VIVA Zwei">VIVA Zwei</a> und <a href="VH-1_Deutschland" title="VH-1 Deutschland">VH-1 Deutschland</a> sind eingestellt worden. MTV hat seine Musikvideostrecken in fast sämtlichen Landesversionen auf die frühen Morgenstunden reduziert; in der britischen und der US-amerikanischen Originalversion sogar komplett gestrichen. 2010/11 wurde außerdem weltweit der Zusatz „Music Television“ aus dem MTV-Logo entfernt und seit 2011 ist MTV in Deutschland aus dem frei empfangbaren Fernsehangebot verschwunden.
</p><p>In den 1990er Jahren war das Internet noch nicht in der Lage, das Fernsehen als neues Trägermedium für Video abzulösen. Es fehlte an den technischen Voraussetzungen auf Anbieterseite – es gab weder ausreichend leistungsfähige <a href="Videokompression" title="Videokompression">Videokompressionsverfahren</a> noch weitverbreitete, videospezifische Portale – wie auf Userseite: die Übertragungskapazität der Internetanschlüsse eines großen Teils der User ermöglichten noch keine bequeme und bezahlbare Video-Nutzung.
</p><p>Parallel zur „Entmusikalisierung“ der Musiksender änderten sich diese Bedingungen. 2005 wird <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a> als userfreundliche Videoplattform gegründet und kurze Zeit später vom finanzkräftigen <a href="Google_Inc." class="mw-redirect" title="Google Inc.">Google</a>-Konzern aufgekauft und ausgebaut. Auf Userseite ermöglichen seit Mitte der 2000er Jahre die immer größere Verbreitung von Breitband-Internetanschlüssen und Flatrate-Modelle eine schnelle und kostengünstige Videonutzung. Damit ist das Netz aus der Perspektive der Hersteller von Musikvideos seit Mitte der 2000er Jahre eine echte Alternative zum Fernsehen, denn es ermöglicht andere, vom Publikum gewollte, Nutzungsmodalitäten. Während Fernsehen im Broadcast-Modell dem Zuschauer ein festes Programmschema vorgibt, ermöglicht das Internet dem Publikum genau auszuwählen, was es sehen möchte, eben <a href="Video-on-Demand" title="Video-on-Demand">Video-on-Demand</a> – eine Nutzungsmodalität, die den Nutzungsgewohnheiten von Musikhörern im Allgemeinen entgegen kommt.
</p><p>In den 2000er Jahren spielten Musiksender im klassischen Sinne nur noch eine untergeordnete Rolle. MTV ist in Europa nur als Bezahlfernsehen zu empfangen, und die free-to-view Sender der Mediengruppe zeigen keine Musikclips mehr. Dennoch gibt es heute wesentlich mehr reine Musikvideo-Sender als früher, die jedoch nicht mehr ein breites Publikum finden und/oder gezielt Sparten bedienen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>A 1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Indiz für die vom Publikum gewollt andere Nutzungsweise von Musikvideo-Kanälen gibt die Popularität von online verfügbaren <a href="Streaming_Media" title="Streaming Media">Streaming-Video</a> Musikvideo-Angeboten. Als Hybrid aus einem kontinuierlich laufenden Strom von Clips und der On-Demand-Technik, in der der Nutzer in die Playlist eingreifen kann, stellen diese interaktiven Online-Musikvideokanäle eine weiterentwickelte Form des Musikfernsehens dar.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>A 2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neben diesen auf Musikvideos spezialisierten Anbietern werden Musikvideos heute jedoch überwiegend über Social-Video Portale wie <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a> oder <a href="Dailymotion" title="Dailymotion">Dailymotion</a> konsumiert, deren große Popularität zu einem erheblichen Anteil auf der Verfügbarmachung von Musikvideos basiert: Videos, die dort von kommerziellen Anbietern, aber auch von privaten Benutzern – wenn auch zu großem Teil unter Missachtung des <a href="Urheberrecht" title="Urheberrecht">Urheberrechts</a> – bereitgestellt werden. Ein Beispiel für unkonventionellere Verbreitungswege ist ein Clip der Band <a href="The_Decemberists" title="The Decemberists">The Decemberists</a>, welche im März 2005 das selbst produzierte Musikvideo <i>16 Military Wives</i> über den <a href="Filesharing" title="Filesharing">Filesharing</a>-Dienst <a href="BitTorrent" title="BitTorrent">BitTorrent</a> veröffentlichte, was noch keine Band zuvor getan hatte.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch inhaltlich hat das Internet einige medienspezifische Ansätze für neue Musikvideo-Formen hervorgebracht. Vor allem aber übernimmt es immer mehr die Rolle, die zuvor das Musikfernsehen ausgefüllt hat: als weitgehend kostenlose Abspielstation für die klassische Form des Musikvideos, den linearen, dreieinhalbminütigen Clip.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Musikvideo_als_Kurzfilm">Musikvideo als Kurzfilm</h2></div>
<p>Während die meisten Musikvideos die Inszenierung des Künstlers, zumeist bei der Darbietung des Stücks, zeigen, gibt es einige wenige, die das kaum oder gar nicht tun. Vielmehr wird zur Musik ein Kurzfilm gezeigt, dessen Handlung mit der Musik eigentlich nichts zu tun hat, der aber mindestens so lange wie diese dauert. Beispiele sind <i><a href="I_Wish_It_Would_Rain_Down" title="I Wish It Would Rain Down">I Wish It Would Rain Down</a></i> von <a href="Phil_Collins" title="Phil Collins">Phil Collins</a>, <i><a href="Tonight%2C_Tonight" title="Tonight, Tonight">Tonight, Tonight</a></i> von <i><a href="The_Smashing_Pumpkins" title="The Smashing Pumpkins">The Smashing Pumpkins</a></i> und <i><a href="All_I_Want_Is_You" title="All I Want Is You">All I Want Is You</a></i> von <a href="U2_(Band)" title="U2 (Band)">U2</a>. Diese Videos sind nichtsdestotrotz „offiziell“, also von der Plattenfirma zur Verkaufsförderung für dieses Stück in Auftrag gegeben. Das Musikvideo als Kurzfilmformat zeichnet sich durch ein besonderes Zusammenspiel auditiver und visueller Komponenten aus, die in ihrer Vermischung dazu beitragen, ein bestimmtes Künstlerimage darzustellen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ökonomische_Bedingungen"><span id=".C3.96konomische_Bedingungen"></span>Ökonomische Bedingungen</h2></div>
<p>Drei ökonomische Bedingungen waren notwendig für die Entstehung von Musikvideos: die Vermarktungsinteressen der Musikindustrie, ein speziell auf Musikvideos ausgerichtetes Senderumfeld und eine Filmindustrie, die Musikvideos als interessantes Betätigungsfeld entdeckt und ausbaut.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musikindustrie">Musikindustrie</h3></div>
<p>Alles beginnt mit dem Vermarktungsinteresse der <a href="Musikindustrie" title="Musikindustrie">Musikindustrie</a>: Musikvideos sind in der Regel weder als Filmkunst noch als eigenständiges Produkt angelegt. Sie sind ein Marketinginstrument und dienen in erster Linie zur Verkaufsförderung der Single, zu der sie produziert werden, nachgelagert auch zum Imageaufbau für den Künstler und zur Verkaufsförderung des Albums, auf dem das Stück erscheint. Zu diesen Zwecken finanziert ein Label die Musikvideoproduktion vor, beteiligt den Künstler im Nachhinein aber je nach Vertragslage unterschiedlich stark an den Produktionskosten, die der Künstler aus seinem Anteil an den Verkaufserlösen mittragen muss. Diese Grundkonstellation kann erklären, warum viele Musikvideos aus kreativer Perspektive über eine Rolle als Marketingvehikel des beworbenen Musikers nicht hinaus gelangen. Die Musikindustrie ist aufgrund des Fehlens eigener Kompetenz im Bereich „Musikvideoherstellung“ und aufgrund der Tatsache, dass sie oft nur kleine Budgets zu bieten hat, darauf angewiesen, den ausführenden Filmproduzenten und Regisseuren viele gestalterische Freiheiten einzuräumen, die einige Musikvideos schon zu echten Gesamtkunstwerken haben werden lassen.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Senderumfeld">Senderumfeld</h3></div>
<p>Diese Marketingstrategie funktioniert nur, wenn es eine kostenlose Abspielstation für Musikvideos gibt: Musikvideos sind keine <a href="Werbespot" title="Werbespot">Werbespots</a>, für deren Schaltung gezahlt wird. Müsste eine Plattenfirma ihre Musikvideos zu den Konditionen von Werbespots auf Sendung bringen, gäbe es keine Musikvideos – die Einnahmen aus dem Verkauf einer Single würden diese Kosten nie einspielen. Die Existenz von Sendern wie <a href="MTV" title="MTV">MTV</a> oder <a href="VIVA" class="mw-redirect" title="VIVA">VIVA</a> ist also eine notwendige Bedingung für das Entstehen und Prosperieren von Musikvideos. Diese ehemals fast reinen Musikvideosender funktionieren nach einem im Fernsehgeschäft neuen Modell: Sie bekommen ihre Inhalte kostenlos von den Plattenfirmen gestellt und finanzieren sich über die Vermarktung von Musikvideos als attraktives Werbeumfeld, in dem andere Produktanbieter oder Markeninhaber Werbespots schalten. Musikvideos nehmen im Fernsehen wie auch im Internet eine einmalige ökonomische Zwitterposition ein: Sie sind Werbefilm und Inhalt zugleich oder: Werbung, die Werbeeinnahmen bringt.
</p><p>Wenn ein Überangebot an Musikvideos existiert, die den Sendern zum Abspielen angeboten werden, erzeugt dies einen zusätzlichen Druck auf Musikvideoproduzenten und Labels, ein möglichst attraktives Produkt herzustellen – unattraktive Musikvideos werden nicht gespielt, weil sie sich nicht als Werbeumfeld vermarkten lassen. Bei den Kriterien für Attraktivität ist die Koppelung des Musikvideos an ein Musikstück entscheidend. Aus der Sicht des Senders sind die Musik und ihr Interpret wichtiger als die filmische Attraktivität, das heißt: Ein Sender spielt lieber ein filmisch uninteressantes Musikvideo eines Stars, als ein filmisch attraktives Musikvideo eines unbekannten Künstlers. Sender vertrauen hier eher auf die in Charts-Platzierungen messbare Attraktivität eines Musik-Interpreten als auf die weniger belegbare Kategorie der filmischen Qualität. Einen Grundstandard bezüglich der filmischen Qualität setzt dabei die Mehrheit der internationalen Musikvideos, die mit zum Teil erheblich höheren Budgets hergestellt werden als die für den heimischen Markt hergestellten Produkte.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Internet ist seit Mitte der 2000er Jahre dabei, das Fernsehen als Leitmedium für Musikvideos abzulösen. Es bietet einige medienspezifische Vorteile: Portale wie YouTube ermöglichen einem Musikvideo-Hersteller das direkte Hochladen seiner Inhalte, ohne dass er sie einem Sender anbieten müsste, der sie möglicherweise nicht oder zu wenig spielt. Via Internet ist das Publikum direkt erreichbar, User-Feedback in Form von Nutzerzahlen und Kommentaren ist ebenfalls direkt verfügbar. Über den „<a href="The_Long_Tail" title="The Long Tail">Long Tail</a>“ des Internets kann jedes noch so spezifische Nischenprodukt sein ganz spezielles Publikum finden und ist nicht darauf angewiesen massenkompatibel zu sein, nur um überhaupt von einem Sender gesendet zu werden. Konsument ist in Internetzeiten potenziell jeder, der über einen Internetanschluss verfügt – und nicht mehr nur, wer einen bestimmten Fernsehsender in einem bestimmten Übertragungsmedium zu einer bestimmten Uhrzeit einschaltet. Das macht weltweite Hits möglich wie <a href="Psy_(S%C3%A4nger)" title="Psy (Sänger)">Psys</a> <i><a href="Gangnam_Style" title="Gangnam Style">Gangnam Style</a></i> aus dem Jahr 2012, das erste Musikvideo, das auf YouTube die Grenze von einer Milliarde Views überschritten hat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Filmindustrie">Filmindustrie</h3></div>
<p>Attraktive Musikvideos lassen sich zu den von der Musikindustrie vorgegebenen Konditionen (niedrige Budgets, massiver Zeitdruck) nur deshalb herstellen, weil es in der Filmindustrie ein entsprechendes Mitwirkungsinteresse gibt: Musikvideos sind beliebte Spielwiesen vor allem für Jungregisseure und -produzenten, wobei keiner von diesen ausschließlich von Musikvideos leben kann. Musikvideos bieten aber die Gelegenheit, ein Portfolio aufzubauen, Fertigkeiten zu üben, Kontakte zu knüpfen, Arbeitsroutinen zu etablieren und einen Ruf zu erwerben, der sich in anderen Branchen, insbesondere in der Werbung, auszahlen kann. In der Boomphase des Musikvideos in Deutschland bis 2002 hatte sich eine eigene Szene von <a href="Filmproduktionsgesellschaft" title="Filmproduktionsgesellschaft">Filmproduktionsgesellschaften</a> entwickelt, die ausschließlich Musikvideos produzierten. In den USA und in England betreiben einige Werbefilmproduktionsgesellschaften eigene Musikvideoabteilungen. Dieses System funktioniert in Deutschland nicht, weil hier die Budgets für Musikvideos für Werbefilmproduktionsgesellschaften nicht kostendeckend sind.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Preise_und_Regisseure">Preise und Regisseure</h2></div>
<p>Als bedeutendster Preis auf diesem Gebiet gelten die <a href="Grammy_Awards" title="Grammy Awards">Grammy Awards</a> in den Kategorien Best Music Video – Long Form und Best Music Video – Short Form. Auch die von MTV verliehenen VMAs (Video Music Awards) genießen internationale Anerkennung.
</p><p>International bedeutende <a href="Filmregisseur" title="Filmregisseur">Regisseure</a> von Musikvideos sind etwa <a href="Chris_Cunningham" title="Chris Cunningham">Chris Cunningham</a>, <a href="Michel_Gondry" title="Michel Gondry">Michel Gondry</a>, <a href="Mark_Romanek" title="Mark Romanek">Mark Romanek</a>, <a href="St%C3%A9phane_Sednaoui" title="Stéphane Sednaoui">Stéphane Sednaoui</a> oder <a href="Spike_Jonze" title="Spike Jonze">Spike Jonze</a>. Für Deutschland war das österreichische Regie-Duo <a href="DoRo_Produktion" title="DoRo Produktion">DoRo</a> (<a href="Rudi_Dolezal" title="Rudi Dolezal">Rudi Dolezal</a> und <a href="Hannes_Rossacher" title="Hannes Rossacher">Hannes Rossacher</a>), das auch an der Gründung des Musikvideo-Fernsehsenders <a href="VIVA" class="mw-redirect" title="VIVA">VIVA</a> beteiligt war, im Produktionsbereich prägend. Zu den wichtigen deutschen Regisseuren in diesem Genre gehören Daniel Lwowski, <a href="Joern_Heitmann" title="Joern Heitmann">Joern Heitmann</a>, Hinrich Pflug, Sandra Marschner, <a href="Oliver_Sommer" title="Oliver Sommer">Oliver Sommer</a>, <a href="Norbert_Heitker" title="Norbert Heitker">Norbert Heitker</a>, <a href="Sven_Bollinger" title="Sven Bollinger">Sven Bollinger</a>, Robert Bröllochs sowie die international erfolgreichen <a href="Olaf_Heine" title="Olaf Heine">Olaf Heine</a>, <a href="Zoran_Biha%C4%87" title="Zoran Bihać">Zoran Bihać</a>, Uwe Flade, <a href="Philipp_St%C3%B6lzl" title="Philipp Stölzl">Philipp Stölzl</a> und Jarek Duda.
</p><p>Den Kunstvideos widmet sich in Deutschland das <a href="Zentrum_f%C3%BCr_Kunst_und_Medientechnologie" class="mw-redirect" title="Zentrum für Kunst und Medientechnologie">Zentrum für Kunst und Medientechnologie</a> Karlsruhe.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references" data-mw-group="A">
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">In Deutschland etwa <a href="Deluxe_Music" title="Deluxe Music">Deluxe Music</a> mit einer Zielgruppe 30+, oder Folx TV, der deutsche Volksmusik sendet oder RCK.TV für Rockmusik.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Ein deutscher Onlinemusiksender ist etwa <a href="Tape.tv" title="Tape.tv">tape.tv</a>, in Europa der spanische villanoise.tv. Ein anderer deutscher Sender, Qtom.tv, stellte seinen Betrieb ein. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.digitalfernsehen.de/Online-Musiksender-QTom-stellt-Sendebetrieb-ein.112242.0.html">Meldung in digitalfernsehen.de</a>)</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Scopitone" title="Scopitone">Scopitone</a></li>
<li><a href="Anime_Music_Video" title="Anime Music Video">Anime Music Video</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Michael Altrogge: <i>Tönende Bilder. Interdisziplinäre Studie zu Musik und Bildern in Videoclips und ihrer Bedeutung für Jugendliche. Bd. 1: „Das Feld und die Theorie“</i>. Vistas, Berlin 2001</li>
<li>Michael Altrogge: <i>Tönende Bilder. Interdisziplinäre Studie zu Musik und Bildern in Videoclips und ihrer Bedeutung für Jugendliche. Bd. 2: „Das Material: Die Musikvideos.“</i> Vistas, Berlin 2001</li>
<li>Stephan Brössel: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ojs3.uni-passau.de/index.php/skms/article/view/280">'The evil of the thriller'. Multimodalität und Musikvideosemiotik am Beispiel von Michael Jacksons <i>Thriller</i></a>. In: Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik Nr. 12. Online 2023, S. 117–146.</li>
<li>Michael Altrogge: <i>Tönende Bilder. Interdisziplinäre Studie zu Musik und Bildern in Videoclips und ihrer Bedeutung für Jugendliche. Bd. 3: Die Rezeption: Strukturen der Wahrnehmung</i>. Vistas, Berlin 2001</li>
<li>Gerhard Bühler: <i>Postmoderne auf dem Bildschirm – auf der Leinwand. Musikvideos, Werbespots und David Lynchs WILD AT HEART</i>. 2002</li>
<li>Rudolf Frieling, Wulf Herzogenrath (Hrsg.); Sybille Weber (Red.): <i>40 Jahre Videokunst.de: digitales Erbe, Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute</i>; erschienen anlässlich der Ausstellung … 25. März 2006 – 21. Mai 2006 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, ZKM Karlsruhe … /Ostfildern: Hatje-Cantz, 2006, ISBN 978-3-7757-1717-5. 399 S.: Ill.; mit DVD-ROM; dt. Ausg.; Ausstellungskatalog</li>
<li>Cecilia Hausheer, Annette Schönholzer (Hrsg.): <i>Visueller Sound. Musikvideos zwischen Avantgarde und Populärkultur</i>. Luzern 1994</li>
<li>Dietrich Helms, Thomas Phleps (Hrsg.): <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://popularmusikforschung.de/beitraegealt.html">Clipped Differences. Geschlechterrepräsentation im Musikvideo</a></i>. Transcript, Bielefeld 2003</li>
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<li>Véronique Jacquinet; Francois Hubert-Rodier: <i>Clipstory – 30 Jahre Musikvideos</i>. Aus der <a href="Arte" title="Arte">arte</a>-Reihe: Videoclips – Eine Geschichte der Popkultur. 2005</li>
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<li>Arlett Kirsch: <i>Musik im Fernsehen. Eine auditive Darstellungsform in einem audiovisuellen Medium.</i> Wiku, Berlin 2002</li>
<li>Matthias Kurp, Claudia Hauschild, Klemens Wiese: <i>Musikfernsehen in Deutschland. Politische, soziologische und medienökonomische Aspekte</i>. 2002</li>
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<li>Holger Springsklee: <i>Video-Clips – Typen und Auswirkungen</i>. In: Klaus-Ernst Behne (Hrsg.): <i>film – musik – video oder Die Konkurrenz von Auge und Ohr</i>. Gustav Bosse Verlag, Regensburg 1987, S. 127–154</li>
<li>Philippe Truffaut: <i>Cliposaurus Rex-Clips aus der Zeit vor dem Musikclip</i>. Aus der arte-Reihe: Videoclips – Eine Geschichte der Popkultur. 2005</li>
<li>Graeme Turner: <i>Video Clips and Popular Music</i>. In: <i>Australian Journal of Cultural Studies</i> 1/1, 1983, S. 107–110</li>
<li>Carol Vernallis: <i>Experiencing Music Video. Aesthetics and Cultural Context</i>. Columbia University Press 2004, ISBN 0-231-11798-1</li>
<li>Madlen Wuttke, Robert Piehler: <i>Intermediale Korrespondenzen: Bild – Musik – Songtext.</i> Chemnitz 2007, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2007/0076/index.html">tu-chemnitz.de</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Musikvideo" class="extiw external" title="wikt:Musikvideo">Wiktionary: Musikvideo</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mvdbase.com/">Mvdbase</a>, umfangreiche Datenbank über Musikvideos, Produktionen und Regisseure (in Wartung)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.clipland.com/">Clipland</a>, mehrsprachige Datenbank zu Musikvideos, Regisseuren und Stab</li>
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.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4492539-6">4492539-6</a></span> </div>
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